Inside.it.ch News RSSFreitag, 29.11.2019 / 14:24 34 staatsnahe Firmen bekräftigen Wille zur Lohngleichheit. Die Vorgabe gilt auch für Betriebe, die von ihnen Aufträge erhalten. Frauen verdienen in Verwaltungen von Bund, Kantonen und Gemeinden durchschnittlich 522 Franken pro Monat weniger als Männer. Mit dem Betritt zur Charta für Lohngleichheit wollen 34 staatsnahe Betriebe dieser Ungleichheit entgegentreten. Die Betriebe aus Branchen wie Gesundheit, Transport, Bildung oder Finanzdienstleistungen traten der Charta für Lohngleichheit bei, wie das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) mitteilte. Diese Unternehmen bekräftigen demnach ihren Vorbildcharakter in der Gleichstellung. Die unterzeichnenden Unternehmen beschäftigen laut EBG insgesamt rund 180'000 Personen. Der gesamte öffentliche Sektor von Verwaltungen und staatsnahen Betrieben vereine rund 580'000 Vollzeitstellen. Zu den 34 Unterzeichnern gehören viele Spitäler und Hochschulen wie die beiden ETHs, aber auch Bedag, Swisscom, die Post, die SBB und die Finma. Die Lohngleichheit soll regelmässig überprüft werden, sowohl innerhalb der Betriebe als auch bei den Unternehmen, die von den 34 Betrieben Aufträge erhalten. Im öffentlichen Beschaffungswesen der Schweiz würden jährlich Aufträge im Wert von 41 Milliarden Franken vergeben. Bundesrat Alain Berset hatte die Charta vor drei Jahren zusammen mit kantonalen und kommunalen Regierungen lanciert. Sie wurde seither von 16 Kantonen, 86 Städten und Gemeinden sowie vom Bund unterzeichnet, wie es heisst. In den Verwaltungen von Bund, Kantonen und Gemeinden bestehe eine durchschnittliche Lohndifferenz von monatlich 1498 Franken (16,7 Prozent), heisst es in der Mitteilung. Davon können 65 Prozent durch objektive Faktoren wie berufliche Stellung, Erfahrung oder Ausbildung erklärt werden. Dabei bleiben aber 35 Prozent unerklärt: Frauen verdienen nämlich in der Verwaltung monatlich im Durchschnitt 522 Franken (5,9 Prozent) weniger als ihre männlichen Berufskollegen. Das zeige die Analyse der Lohnstrukturerhebungsdaten 2016 des Bundesamtes für Statistik. In der Privatwirtschaft betrage dieser Anteil derzeit 657 Franken (8,1 Prozent). (Keystone-sda/ts)

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