PC-WELT Alle NewsWer auf einem iPhone surft, muss womöglich dazu mehr Zeit aufwenden als die Konkurrenz bei Android. Vergrößern Im iPhone-7-Modell von iFixit fanden die Ingenieure das Qualcomm-Modem. © iFixit Lange Leitung: Verständlich, dass Apple seinem Zulieferer Qualcomm die Partnerschaft aufkündigt, da man sich in einen Rechtsstreit über Lizenzen für Modem-Chips verstrickt hat und stattdessen auf eine Lösungen von Intel setzt. Der Schuss könnte aber nach hinten losgehen, legt die Analyse von mehr als einer Million Ookla-Speedtests nahe. Denn diese besagt, dass Android-Smartphones mit dem Chipset Snapdragon 845 deutlich höhere Geschwindigkeiten im Internet erreichen als die mit Intel-Modem ausgestatteten Smartphones – also iPhones. In den Netzen von AT&T und Telekom in den USA erreichten mit Qualcomm-Modems ausgestattete Smartphones signifikant höhere Geschwindigkeiten bei Upload und Download, auch die Latenzen waren deutlich geringer. Apple hatte über lange Jahre hinweg Modemchips von Qualcomm bezogen und baut nun vermehrt Lösungen von Intel ein. Laut Venture Beat soll Apple gar in aktuellen iPhone-Modellen mit Qualcomm-Modem dessen Leistung künstlich drosseln, damit der Unterschied zum Intel-Modem nicht auffalle. Die Berichte zu den Geschwindigkeitsdiskrepanzen in den iPhones sind nicht neu. Das iPhone 7 war das erste Apple-Smartphone mit dem Intel-Modem. Gleich im Herbst 2016 hatten diverse Tester herausgefunden , dass ein Intel-Modem langsamer ist. In einer Gerichtssitzung im Frühling 2017 hat ein Verantwortlicher von Qualcomm behauptet , Apple drossle bewusst die Geschwindigkeit von Qualcomm- Modems in seinen iPhones, damit der Unterschied nicht so offensichtlich wird. Apple und Qualcomm befinden sich seit ein paar Jahren in einem globalen Gerichtsstreit, so ist es kein Wunder, dass der iPhone-Hersteller Unabhängigkeit von dem Rivalen sucht. Wenig verwunderlich ist ebenfalls, dass die beiden Parteien alle Register ziehen, um dem Gegner zu schaden.

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