chip.de Top NewsDer Polarwirbel hat diesem Frühjahr wirklich seinen Stempel aufgedrückt. Und es ist immer noch nicht vorbei. Zwar wird der Polarwirbel schwächer, aber Hoch Odette schafft es vermutlich ein letztes Mal, den Polarwirbel so zu beeinflussen, dass arktische Luft nach Europa ausbrechen kann.Dass Hoch Odette sehr stark werden wird, haben die Wettermodelle bereits sehr deutlich angezeigt. Bis in welche Höhe sich Odette jetzt aber auswirkt, ist nichts anderes als ein Ausdruck dieser Stärke. Denn das Hoch schafft es bis in die untere Stratosphäre und dringt damit in die Region des Polarwirbels vor.Das hat zur Folge, dass die Luftsäule bis in große Höhen abgelenkt wird. Arktische Luftmassen können aus der eigentlich recht stabilen arktischen Zirkulation ausbrechen und machen sich auf den Weg nach Süden. Es droht ein Spätwinter Fatalerweise passiert das auf einer Route, die jetzt genau nach Deutschland führt. Das eigentliche Hoch liegt bei Grönland und an dessen Ostflanke fließt die Kaltluft aus dem Herzen der Arktis über das Nordmeer in die Nordsee und schließlich auch zu uns. Es gab und gibt immer noch berechtigte Hoffnungen, dass wenigstens ein Teil der Kaltluft an der Westseite Großbritanniens vorbeifließt. Aber welchen Weg die Kaltluft auch immer nimmt, irgendwann bekommen wir sie in Deutschland ab.Lieder ist Hoch Odette nicht nur sehr stark, sondern auch zäh. Das bedeutet, dass die kalte Witterung mindestens eine Woche anhalten wird. In den Mittelfristprognosen deutet sich auch an, dass es eventuell sogar noch länger kalt bleiben könnte.Dann hätten wir sowas wie einen Spätwinter, insbesondere in höheren Lagen. Für die Alpen bedeutet das recht sicher, dass sich der Schnee dieses Jahr lange halten wird. Schneemassen türmen sich auf Wenn man sich die Schneefallprognosen für die neue Woche ansieht, dann wird einem ganz anders. Von Ostermontag auf Dienstag kann es an und in den Alpen zu Starkschneefall kommen. Im Laufe der Woche summieren sich die Schneefälle auf bis zu einem halben Meter, in Hochlagen sicher auf einen Meter Schnee. Nicht nur in den Alpenregionen schneit es, sondern auch in den Mittelgebirgen. Der Schneefall zieht sich bis nach Dalmatien und selbst in Griechenland und in Spanien können noch vereinzelt Schneeflocken fallen.Und doch kann man schon einen Trend erkennen. Die kältesten Tage werden Dienstag und Mittwoch sein. Danach geht es wieder langsam bergauf mit den Temperaturen. Spätes Frühjahrs-Hochwasser möglich Durch den vielen Schnee und nicht zuletzt auch durch die unbeständige und niederschlagsreiche Wetterlage, steigt die Wahrscheinlichkeit für ein Frühjahrs-Hochwasser an Rhein und Donau. Untersuchungen in den Sedimenten des Ammersees in Bayern belegen eine erhöhte Hochwassergefahr in Jahren mit einem solaren Minimum. In diesem Zyklus, der normalerweise 11 Jahre andauert, gibt es Variationen in der Sonnenstrahlung, die sich gut durch die Sonnenflecken beobachten lassen. Sind wenige Sonnenflecken zu sehen, dann sind wir im Minimum. Bei sehr vielen Sonnenflecken sind wir im Maximum. Derzeit ist nicht ein Sonnenfleck zu beobachten.In solchen Jahren konnte man vermehrt Hochwasser durch die Analyse der Ablagerungen im Ammersee nachweisen. Es könnte also sein, dass dieses Jahr noch ein Hochwasser auf uns zukommt. Das muss nicht passieren, aber das Risiko ist relativ hoch.The Weather Channel kostenlos nutzen

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